Geburtenziffer stabil auf höherem Niveau

kinder kosten kita geld kinderbetreuung

Nach Angaben des Statistischen Bundeamtes ist die Zahl der geborenen Kinder in Deutschland im Jahr 2017 mit rund 785.000 lediglich um etwa 7000 niedriger als im Jahr 2016. Der Rückgang geht auf die leicht gesunkene durchschnittliche Kinderzahl je Frau zurück. Das Statistische Bundesamt sieht in den Zahlen eine Stabilisierung der Geburtenzahlen auf hohem Niveau. Hierauf müssen sich auch die Städte und Gemeinden mit Blick auf die Kindertagesbetreuung einrichten, aber perspektivisch auch die Länder mit Blick auf die erforderlichen Plätze in Schulen. Die weiterhin hohen Geburtenraten, der Zuzug nach Deutschland sowie das veränderte Nachfrageverhalten werden auch in den nächsten Jahren einen größeren Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten erfordern. Bund, Länder und Kommunen können den Ausbau nur gemeinsam bewältigen. Insbesondere bedarf es einer Initiative zur Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern.

Die zusammengefasste Geburtenziffer betrug für das Jahr 2017 1,57 Kinder je Frau, 2016 hatte sie 1,59 erreicht. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag 2017 die Geburtenziffer mit 1,45 Kindern nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres, bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sank sie von 2,28 auf 2,15 Kinder je Frau. Bei der Geburt des ersten Kindes waren Frauen nach Aussage des Statistischen Bundeamtes im Schnitt 29 Jahre und 10 Monate alt. Die Geburtenziffer ist mit durchschnittlich 1,61 Kindern in den ostdeutschen Ländern höher als in den westdeutschen Bundesländern. Eine Ausnahme bildet Berlin mit einer geringen Geburtenquote von 1,48.