100 Jahre Volkshochschulen

VHS-Gebäude in Cuxhaven

Seit 100 Jahren sind die Volksschulen unverzichtbarer Bestandteil der Erwachsenenbildung. Demokratisches Bewusstsein und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken waren wesentliche Ziele der Weimarer Verfassung von 1919, die erstmals alle staatlichen Ebenen aufforderte, die Erwachsenenbildung und insbesondere die Volkshochschulen zu fördern. Dieser Verfassungsrang löste eine Gründungswelle von Volkshochschulen aus.

Die 900 Volkshochschulen in Deutschland fördern bis heute das Recht auf Bildung, und zwar für alle Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Status, Religion oder Weltanschauung. Mit ihren Angeboten stärken die Volkshochschulen nicht nur das demokratische Bewusstsein und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie bieten ein breites Angebot, von der politischen und kulturellen Bildung, der Gesundheitsbildung, über die berufliche Weiterbildung bis hin zu gezielten Angeboten der Arbeitsförderung. Wie wichtig Volkshochschulen mit ihrer Infrastruktur sind, zeigte sich gerade in den vergangenen Jahren durch die Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete. Als Orte der Integration und der Wertevermittlung leisten die Volkshochschulen hier einen unschätzbaren Beitrag. Volkshochschulen mit ihren Angeboten der demokratischen Bildung sind heute wichtiger denn je. Bund, Länder und Kommunen sind deshalb aufgerufen, die Volkshochschulen weiterhin zu unterstützen und zu fördern.