Ergebnisse der 160. Sitzung des Arbeitskreises "Steuerschätzungen" vom 10. bis 12. Mai 2021

Finanzen3

Im Rahmen seiner regulären Frühjahrssitzung hat der Arbeitskreis „Steuerschätzungen“ vom 10. bis 12. Mai 2021 auf der Grundlage aktueller gesamtwirtschaftlicher Daten sowie des derzeit geltenden Steuerrechts die Steuereinnahmen für die Jahre 2021 bis 2025 geschätzt.

Nach dem aktuellen Ergebnis liegen die Steuereinnahmen von 2021 bis einschließlich 2025 im Vergleich zu den Annahmen aus November 2020 in der Summe um    10 Mrd. Euro höher. Für 2021 und 2022 werden dabei die Einnahmeerwartungen um 6,6 Mrd. Euro reduziert. Die Kommunen sind mit -0,6 Mrd. Euro betroffen. In den Folgejahren 2023 bis 2025 sind die Schätzansätze dagegen für alle Ebenen um 16,6 Mrd. Euro und die der Kommunen um 9,9, Mrd. Euro nach oben gesetzt worden.

Der Steuerschätzung wurden die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte der Frühjahrsprojektion 2021 der Bundesregierung zugrunde gelegt. Die Bundesregierung erwartet hiernach für dieses Jahr einen deutlichen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 3,5 % und im kommenden Jahr 2022 einen Anstieg um weitere 3,6 %. Für das nominale Bruttoinlandsprodukt werden nunmehr Veränderungsraten von +5,3 % für das Jahr 2021, +5,2 % für das Jahr 2022 sowie von je +2,6 % für die Jahre 2023 bis 2025 projiziert.

Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen (UVE) sind die zentrale Fortschreibungsgröße für die gewinnabhängigen Steuerarten. Für das Jahr 2021 wird mit einem kräftigen Anstieg der UVE um 12,9 % gerechnet. Ab dem kommenden Jahr setzt sich die Erholung fort mit projizierten Wachstumsraten von 5,4 % für 2022 und 2,8 % p.a. für die Jahre 2023 bis 2025.