Öffentliche Landkreisversammlung am 15. September 2017:
Kreise fordern flächendeckendes Glasfasernetz bis 2025

Breitband

Pressemitteilung

Im Rahmen der heutigen Landkreisversammlung des Landkreistages Sachsen-Anhalt haben die Landkreise die Notwendigkeit unterstrichen, den Breitbandausbau in Sachsen-Anhalt beschleunigt voranzutreiben und hierbei verstärkt auf Glasfaser als die innovativste Zukunftstechnologie zu setzen.

„Wir wollen kein Sachsen-Anhalt der zwei Geschwindigkeiten, sondern im Interesse gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land ein flächendeckendes Glasfasernetz bis zum Jahr 2025. Auf dieses Ziel müssen auch die Förderprogramme von EU, Bund und Land ausgerichtet werden. Deshalb sind geeignete Wege zu finden, wie die Kommunen aus der derzeitigen Fördersystematik für nur 30 bzw. 50 Mbit/s auf die neuen Anforderungen für höchste Datenmengen „upgraden“ können“, stellt Michael Ziche, Präsident des Landkreistages Sachsen-Anhalt, auf der Jahrestagung im Kloster Michaelstein, Landkreis Harz fest. Gleichzeitig macht er deutlich, dass auch auf Landesebene Förderentscheidungen künftig schneller und planungssicherer getroffen werden müssen, damit Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich nicht den Anschluss verliert.

Besondere Bedeutung hat die Digitalisierung für die Fläche, weil künftig Daseinsvorsorge auch weit entfernt von Dienstleistungsstandorten abgesichert werden könnte. Um hier schnell zu Ergebnissen zu kommen, schlägt der Landkreistag analog zum Kompetenzzentrum „Mittelstand 4.0“ die Bildung von Digitalisierungszentren für den öffentlichen Bereich vor: „Wir sollten die Erfahrungen unserer Hochschulen im Land nutzen, um die Wissenschaft auch mit der Verwaltungspraxis projektbezogen zu vernetzen“, so Präsident Ziche.

Mit Blick auf ihre Verwaltung ermunterte Präsident Ziche die Kommunen, eigene Digitalisierungsstrategien im Rahmen der Organisationshoheit zu entwickeln. Um Onlinedienste gemeinsam mit dem Land oder auch zwischen verschiedenen Kommunen zielstrebig auszubauen, setzt der Landkreistag auf eine Anschubfinanzierung aus dem Ausgleichsstock des kommunalen Finanzausgleichs.

Pressemitteilung vom 15. September 2017 [PDF: 30 kB]