Kommunales Monitoring zu Hass, Hetze und Gewalt gegen Amts- und Mandatsträger;
Ergebnisse der siebten Befragungsrunde und Zwischenbericht der ersten Projektphase
Die Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus des Bundeskriminalamts (BKA) hat aktuelle Veröffentlichungen aus dem Forschungsprojekt Kommunales Monitoring - Hass, Hetze und Gewalt gegenüber Amtsträgerinnen und Amtsträgern (KoMo) vorgelegt.
Die Ergebnisse der Herbstbefragung 2025 (Referenzzeitraum der Befragung von November 2024 bis Oktober 2025) sind grafisch aufbereitet und wurde in einem One-pager zusammengefasst. Kernbotschaft ist die Aussage von 41 % der Befragten, in ihrer bisherigen Amtszeit mindestens einen Vorfall erlebt zu haben, den sie als besonders belastend oder schwerwiegend empfunden hätten.
Daneben fasst der übersandte Zwischenbericht die wesentlichen Ergebnisse der ersten Phase des KoMo-Forschungsprojekts (Mai 2021 bis Oktober 2024) ausführlich zusammen. In diesem Zeitraum sei etwa ein Drittel bis knapp die Hälfte der kommunalen Amtsträger von Hass, Hetze und Gewalt betroffen gewesen, meist in Form verbaler Angriffe. Die Anfeindungen führten häufig – so der
Zwischenbericht – zu erheblichen psychischen Belastungen und beeinflussten das Verhalten im (Amts-)Alltag; teils sei ein Rückzug aus den Ämtern erwogen worden.
Frauen (und deren Familienangehörige), Mitarbeiter der Verwaltung sowie ehrenamtlich Tätige gehören den Ergebnissen zufolge zu den besonders Betroffenen. Auch ostdeutsche Kommunen werden als besondere Risikogruppe identifiziert.
Die detaillierten Befunde können dem Bericht in unserem Internetangebot unter
www.kommunales-sachsen-anhalt.de
(SGSA-Mitgliederservice / Themengebiete / Allgemeine Verwaltung / Öffentliches Dienstrecht)
entnommen werden.
Das Forschungsprojekt wird aktuell in der zweiten Projektphase (2025 – 2028) fortgeführt.









