ÖPNV-Rettungsschirm 2022 benötigt

bus haltestelle

Auch im Jahr 2022 wird der ÖPNV Unterstützung benötigen, um die Angebote bei Bussen und Bahnen trotz geringerer Fahrgeldeinnahmen wegen der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten. Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) prognostiziert die Einnahmeverluste für das kommende Jahr auf 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro. Daher sollte die kommende Bundesregierung zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor jetzt einen Aufwuchs bei den Regionalisierungsmitteln bis 2030 einleiten.

Der VDV weist in einer Pressemitteilung vom 11.11.2021 darauf hin, dass die Bus- und Bahnunternehmen aufgrund der aktuell bereits laufenden vierten Corona-Infektionswelle auch im kommenden Jahr mit Einnahmerückgängen in Milliardenhöhe rechnen müssen. Es wird daher von Bund und Ländern gefordert, den Rettungsschirm zur finanziellen Unterstützung der Branche weiterhin aufgespannt zu lassen. Der VDV prognostiziert derzeit die coronabedingten Verluste der Branche mit 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro.

Anmerkung:

Aus kommunaler Sicht ist klar: die Klimaschutzziele im Verkehrssektor sind nur durch eine herausgehobene Rolle des öffentlichen Verkehrs zu erreichen. Hierzu muss durch die neue Bundesregierung auch der ländliche Raum stärker als bisher in den Fokus genommen werden. Dort kann und muss die Verkehrsbedienung künftig durch flexible Bedienformen deutlich verbessert werden. Doch diese immer bedeutendere Rolle wird der ÖPNV nur erfüllen können, wenn er nicht noch weiter durch die Corona-Pandemie geschwächt wird. Bis zum Beginn der Pandemie stiegen die Fahrgastzahlen kontinuierlich. Rund 10,4 Milliarden Fahrgäste nutzten 2019 den ÖPNV in Deutschland (VDV-Statistik 2019). Der bisherige ÖPNV-Rettungsschirm 2020 und 2021 war ein Erfolg. Denn durch die notwendige Unterstützung von Bund und Ländern, konnten Angebotsreduzierungen weitestgehend vermieden und die Mobilität der Menschen gesichert werden.

15.12.2021