Öffentlicher Dienst erhöht Zahl der Beschäftigten
Wie die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) mitteilt, ist die Zahl der Beschäftigten und Auszubildenden im kommunalen öffentlichen Dienst im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozent gestiegen. Zum Stichtag am 31. Mai 2023 waren demnach 2.573.081 Personen im kommunalen öffentlichen Dienst tätig. Dies ist das 16. Mal infolge, dass es zu einem Zuwachs kommt.
Laut VKA seien die Zahlen im Rahmen der jährlichen Personalbestandserhebung bei ihren 16 Mitgliedverbänden erhoben worden. Nach Einschätzung des VKA zeige die gute Entwicklung, wie attraktiv die Arbeitsbedingungen im kommunalen öffentlichen Dienst sind.
Der Großteil der Beschäftigten und Auszubildenden sei mit 59,1 Prozent im Bereich der Verwaltung tätig, wo sich der Personalbestand um 4,2 Prozent erhöht habe. Damit sei im Bereich der Verwaltung auch der größte Zuwachs zu verzeichnen. Einen prozentualen Anstieg der Beschäftigten würde die VKA auch in den Sparten Versorgung sowie bei den Nahverkehrsbetrieben und Häfen mit 4,1 Prozent beziehungsweise 3,8 Prozent verzeichnen. Mehr Personal würden auch die kommunalen Krankenhäuser sowie die kommunalen Pflege- und Betreuungseinrichtungen mit einem Plus von 3 Prozent beziehungsweise 3,2 Prozent verzeichnen können. Den größten Personalzuwachs könne der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern verbuchen. In Bayern sei die Zahl der Beschäftigten und Auszubildenden um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die meisten Beschäftigten und Auszubildenden seien für die kommunalen Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen tätig. Damit sei der kommunale Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen weiterhin der größte Mitgliedsverband der VKA.
Anmerkung:
Diese Entwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich bei der Suche nach geeigneten Fachkräften private und öffentliche Arbeitgeber im Wettbewerb gegenüberstehen. Zudem wachsen die Aufgaben für Kommunen und ihre Unternehmen von Jahr zu Jahr, für die weiteres Personal rekrutiert werden muss. Der Fokus muss verstärkt darauf liegen, die Rahmenbedingungen zu verbessern, etwa Schulabbrecher weiter zu qualifizieren, Familien und Alleinerziehende zu entlasten, Menschen mit Behinderungen zu integrieren und ausländischen Fachkräften den Zugang in den öffentlichen Dienst zu erleichtern. Ebenso gilt es, die Chancen der Digitalisierung und Automatisierung zur Verschlankung von Arbeitsprozessen verstärkt zu nutzen.