Agentic AI
Generative KI-Modelle haben in kurzer Zeit einen enormen Aufschwung erlebt. Die Technologien dahinter verändern sich rasant und mit jeder neuen Generation entstehen zusätzliche Möglichkeiten, die weit über die ursprünglichen Einsatzszenarien hinausgehen. Um wirksame Anwendungen zu entwickeln, braucht es ein tiefes Verständnis dafür, was ein Modell leisten kann. Gleichzeitig ist es wichtig zu erwähnen, dass KI-Modelle keine vollständige Lösung darstellen, sondern Bausteine innerhalb einer größeren Systemarchitektur sind.
Eine zunehmend verbreitete Methode besteht darin, generative KI-Anwendungen in einzelne spezialisierte Einheiten, sogenannte „Agenten“, zu gliedern. Jeder Agent übernimmt eine klar definierte Rolle oder Aufgabe und bearbeitet einen bestimmten Teil des Gesamtproblems. Arbeiten mehrere Agenten zusammen oder organisieren sich sogar selbständig, lassen sich komplexe Herausforderungen deutlich effizienter bewältigen.
Projekt: „Agentic AI Hub“
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) beschäftigt sich mit dem Einsatz agentischer KI, einer autonomen Software, die mit minimaler menschlicher Anleitung arbeiten kann, um den Service von Verwaltungsdienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Das Agentic AI Hub soll als zentrale Schnittstelle zwischen öffentlicher Verwaltung und KI-Startups fungieren. In einem virtuellen „Maschinenraum“ sollen bürokratische Probleme in technische Prototypen übersetzt und pilotiert werden. Ziel ist es, administrative Routinen durch dieses autonom handelnde System zu übernehmen und aufwendige manuelle Verwaltungsprozesse zu vereinfachen.
Dabei wurden bisher folgende Anwendungsbereiche für den Einsatz agentischer KI identifiziert:
- Teilautomatisierung von Antragsprozessen (Erfassung von Unterlagen, Identifizierung fehlender Dokumente).
- Interne Bereitstellung von Large Language Modells (LLMs) auf der verschiedenste Use Cases getestet werden können.
- Aufbereitung von Daten und Verbesserung der internen Verwaltungsorganisation durch den Einsatz agentischer KI.
Weitere Anwendungsbereiche werden noch gewonnen. Die notwendige Technik wird im Projektverlauf von Startups entwickelt und in Pilotprojekten mit Pilotkommunen erprobt.
Dazu hat das BMDS in zwei Informationsveranstaltungen Ende Januar dieses Jahres KI-Startups und interessierte Kommunen eingeladen und über das Projektvorhaben informiert. Ferner konnten sich Kommunen bis zum 06.02.2026 für die Pilotierung von KI-Lösungen im Rahmen des Agentic AI Hubs bewerben. Wir informierten mit E-Mail-Rundschreiben vom 02.02.2026. Aktuell wird festgelegt, welche Piloten umgesetzt werden. Danach beginnt die organisatorische Vorbereitung. Die erste Pilotphase soll vom 01.03. bis 31.05.2026 stattfinden.
Fragen grundsätzlicher Art und Anregungen zum Projekt können Sie gerne an folgende E-Mail-Adresse richten: aaihub@digitalservice.bund.de.