Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kriminalitätslage in 2020 deutlich sichtbar
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Auftrag der Innenministerkonferenz der Länder die pandemiebedingten Auswirkungen auf die Allgemeinkriminalität, die Politisch motivierte Kriminalität sowie Interdependenzen zu anderen Gesellschaftsbereichen im Verhältnis zum Vorjahr 2019 untersucht und hierzu einen Bericht veröffentlicht.
Die wesentlichen Ergebnisse lassen sich wie folgt darstellen:
Im Jahr 2020 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik insgesamt 2,3 % weniger Straftaten registriert als in 2019. Damit setzte sich der rückläufige Trend der letzten Jahre weiter fort. Teilweise wies die Kriminalitätsentwicklung dabei eine Korrelation mit der COVID-19-Pandemie auf, insbesondere während des ersten Lockdowns im März/April 2020. Hintergrund waren pandemiebedingt veränderte Tatgelegenheitsstrukturen. So wurden einerseits neue Gelegenheiten zur Tatbegehung geschaffen oder Delikte bekamen eine bisher nicht festgestellte Relevanz. Andererseits wurden durch die Pandemie bekannte Modi Operandi beeinträchtigt oder gefördert. [mehr]