Corona-Schutz und Weihnachtsmarkterlebnis sind miteinander vereinbar

Weihnachtsmarkt

Eine gemeinsame Studie des Deutschen Schaustellerbunds und des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) zeigt auf, dass sich Infektionsrisiken bei entsprechender Vorbereitung der Weihnachtsmärkte minimieren lassen. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) spricht sich dafür aus, die Entscheidung über die Zulassung von Weihnachtsmärkten von vorliegenden Abstands- und Hygienekonzepten und der kleinräumigen Infektionslage abhängig zu machen.

Nach den Autoren der Studie spricht eine Reihe von Argumenten dafür, die Durchführung von Weihnachtsmärkten auch in Zeiten der Corona-Pandemie als gut vertretbar einzustufen. Als wesentlich erachtet werden das relativ stabile Infektionsgeschehen, die von der Bevölkerung mittlerweile gelernten und verinnerlichten Regeln des Hygieneschutzes und die sich bestätigende Annahme, dass das Infektionsrisiko an frischer Luft erheblich geringer ist als in geschlossenen Räumen.

Verteilung der Besucherinnen und Besucher und Zugangskontrollen

Insbesondere Weihnachtsmärkte mit besinnlichem, ruhigem Flair und Ambiente und eher familienorientiertem Angebot, bei denen einzelne Bereiche und Stände in die Innenstadtszenerie eingegliedert sind und sich über eine größere Fläche in der Stadt verteilen, sind als unbedenklich einzustufen. Gastronomische Angebotsbereiche lassen sich entsprechend dem übereinstimmenden Konsens der bundesweiten Verordnungen zur Außengastronomie auch auf Weihnachtsmärkten problemlos umsetzen. Dies betrifft insbesondere die Zugangskontrolle und den kontrollierten Alkoholausschank.

Schutz- und Hygienekonzepte

Durchdachte Schutz- und Hygienekonzepte sind eine unerlässliche Voraussetzung für die Durchführung von Weihnachtsmärkten. Hochwirksame Schutz- und Hygienekonzepte zur Vermeidung von Infektionsrisiken lassen sich laut den Autoren in bestehende Praktiken einbinden. Die Veranstalter und Betreiber vieler Weihnachtsmärkte konnten bei vergleichbaren Veranstaltungen in großen Städten in diesem Sommer bereits positive Erfahrungen sammeln. Somit kann vorbildliches Handeln vielfach nachgewiesen werden. Die Studie zeigt die erforderlichen Vorgehensweisen zur Gewährleistung eines Höchstmaßes an Infektionsschutz im Detail auf. Dazu gehören beispielsweise eine Vergrößerung der Flächen, möglicherweise auch eine Verlängerung der Veranstaltungszeiträume, um den Besucherandrang zu entzerren, eine Besinnung auf den adventlichen und weihnachtlichen Charakter sowie Zugangskontrollen und gut durchdachte Hygienekonzepte.

Anmerkung:

Weihnachts- und Adventsmärkte sind Teil unseres Kulturguts und sorgen für lebendige Innenstädte. Auch aus touristischer Hinsicht sind sie für viele Städte und Gemeinden gerade in diesem Krisenjahr von besonderer Bedeutung. Je nach Art und Örtlichkeit des Weihnachtsmarktes, dem Infektionsgeschehen und den vorliegenden Hygienekonzepten sollte schlussendlich lokal entschieden werden, welche Weihnachtsmärkte unter den geltenden Corona-Verordnungen durchführbar sind.

Weitere Informationen

Die Studie steht auf der Webseite des Deutschen Tourismusverbands (DTV) zur Verfügung: www.deutschertourismusverband.de

20.10.2020