Dokumentation zur Zusammenarbeit von Bundeswehr und Kommunen
Das Bundesministerium der Verteidigung hat gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) eine Dokumentation zur Zusammenarbeit der Standorte und der Kommunen veröffentlicht. Diese hebt gute Beispiele der Zusammenarbeit von Bundeswehr und Städten beziehungsweise Gemeinden hervor und möchte zu weiteren engen Kooperationen ermutigen. Themen der Dokumentation sind unter anderem die Amtshilfe, der neue Freiwilligen-Wehrdienst im Heimatschutz sowie Informationen zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Standorte und der Kommunen.
Seit der Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955 arbeiten die Städte und Gemeinden in Deutschland eng mit den Streitkräften zusammen. Hier, vor Ort, ist die Bundeswehr zuhause, hier finden Soldatinnen und Soldaten ihre Heimat, hier entstehen Bindungen. Und deswegen überschneiden sich auch hier, an den Standorten, die Interessen der Bundeswehr mit denen der Städte, Gemeinden und Ortschaften.
Neue Stationierungskonzepte und das Aussetzen der Wehrpflicht haben dazu geführt, dass die Bundeswehr nicht mehr in jeder Region und in jeder Familie verwurzelt ist, wie es in der Vergangenheit überwiegend der Fall war. Umso wichtiger ist es, sich aktiv für die Integration der Bundeswehr und ihrer Angehörigen in der Gesellschaft einzusetzen. Auch ist sicherzustellen, dass die Bundeswehr eine Armee zum Anfassen und mit den Menschen an ihren jeweiligen Standorten gesellschaftlich und sozial eng verbunden ist.
Die umfangreiche Unterstützung der Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Corona-Krise sowie der Hochwasserflut in West-Deutschland hat das Bild der Bundeswehr in der Gesellschaft erneut sehr positiv beeinflusst. Diese Krisen haben einmal mehr gezeigt: Die Bundeswehr hilft in der Not. Allerdings ist hervorzuheben: die Amtshilfe ist nicht Kernauftrag der Bundeswehr. Die Gesellschaft muss den Soldatinnen und Soldaten über die aktuelle Krise hinaus auch den Rücken für ihre eigentlichen Aufgaben stärken.
Es gibt viele Möglichkeiten für die Kommunen, ihre Solidarität und Wertschätzung für unsere Soldatinnen und Soldaten zum Ausdruck zu bringen. Sei es die Idee der Gelben Schleifen, bei der diese etwa an Rathäusern als Symbol der Verbundenheit sichtbar platziert werden, oder eine Patenschaft zwischen einer Kommune und einem Truppenteil. Gemeinsame Veranstaltungen, insbesondere gemeinsame Feste, aber auch Diskussionsformate sind wichtig, um einander kennenzulernen und zu verstehen. Aber auch das Arbeiten an gemeinsamen Herausforderungen, wie etwa Kooperationen bei Kindertagesstätten, können die Verbindung zwischen Bundeswehr und Gesellschaft vor Ort stärken.
Die Dokumentation Bundeswehr und Kommunen ist zu finden in unserem Internetangebot unter
www.kommunales-sachsen-anhalt.de
(SGSA Mitgliederservice/Mitgliederinformationen/Arbeitshilfen/
Recht, Sicherheit und Ordnung)