Erstmals über 83 Millionen Menschen in Deutschland

Demografie statistik grafik diagramm

Die Bevölkerung Deutschlands ist im Jahr 2018 um 227.000 Personen (+0,3 %) gewachsen. Zum Jahresende 2018 lebten damit knapp über 83,0 Millionen Menschen in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 27.06.2019 mitteilte, hat die Bevölkerungszahl damit erstmals die Marke von 83 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern überschritten. Die Bevölkerungsentwicklung verlief dabei regional unterschiedlich: In absoluten Zahlen stieg die Bevölkerungszahl am stärksten in Bayern (+79.500), gefolgt von Baden-Württemberg (+46.100) und Berlin (+31.300). Dagegen ging die Bevölkerungszahl in Sachsen-Anhalt (-14.800 oder -0,7 %), Thüringen (-8100 oder -0,4 %) und im Saarland (-3700 oder -0,4 %) zurück. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung erhöhte sich Ende des Jahres 2018 im Vergleich zum Jahresende 2017 von 11,7 % auf 12,2 %. Am 31.12.2018 lebten rund 72,9 Millionen deutsche (-0,3 % gegenüber dem Vorjahr) und 10,1 Millionen ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger (+4,2 % gegenüber dem Vorjahr) in Deutschland.

Die steigende Bevölkerungszahl ist darauf zurückzuführen, dass nach vorläufigen Ergebnissen 386.000 Personen mehr zu- als abwanderten (Wanderungsüberschuss 2017: +416.000 Personen). Gleichzeitig überstieg die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geburten um 167.000 (Geburtendefizit 2017: 147.000 Personen). Somit war der Wanderungsüberschuss etwas niedriger und das Geburtendefizit höher als im Vorjahr. Infolgedessen fiel das Bevölkerungswachstum insgesamt geringer aus als in den beiden Vorjahren (2017: +271.000 oder +0,3 %; 2016: +346.000 oder +0,4 %).

Die Bevölkerungsentwicklung verlief regional unterschiedlich. Ein Ost-West-Gefälle bleibt sichtbar: Die Bevölkerungszahl stieg in allen westlichen Ländern mit Ausnahme des Saarlands an. Insgesamt nahm die Bevölkerung im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) um 215.300 Personen zu (+0,3 %). In den neuen Bundesländern verzeichnete lediglich Brandenburg einen Zuwachs (+7900 oder +0,3 %), in den anderen Ländern war die Bevölkerungszahl rückläufig oder nahezu konstant. Insgesamt nahm die Bevölkerung der neuen Bundesländer (ohne Berlin) um 19.800 Personen (-0,2 %) leicht ab.

Bevölkerungszahlen 2017 und 2018 nach Bundesländern

Bundesland Bevölkerung am Veränderung
insgesamt
31.12.2017 31.12.2018
in 1.000 in 1.000 in %
Baden-Württemberg 11.023,4 11.069,5 46,1 0,4
Bayern 12.997,2 13.076,7 79,5 0,6
Berlin 3613,5 3644,8 31,3 0,9
Brandeburg 2504,0 2511,9 7,9 0,3
Bremen 681,0 683,0 2,0 0,3
Hamburg 1830,6 1841,2 10,6 0,6
Hessen 6243,3 6265,8 22,5 0,4
Mecklenburg-Vorpommern 1611,1 1609,7 -1,4 -0,1
Niedersachsen 7962,8 7982,4 19,7 0,2
Nordrhein-Westfalen 17.912,1 17.932,7 20,5 0,1
Rheinland-Pfalz 4073,7 4084,8 11,2 0,3
Saarland 994,2 990,5 -3,7 -0,4
Sachsen 4081,3 4077,9 -3,4 -0,1
Sachsen-Anhalt 2223,1 2208,3 -14,8 -0,7
Schlewswig-Holstein 2889,8 2896,7 6,9 0,2
Thüringen 2151,2 2143,1 -8,1 -0,4
Deutschland 82.792,4 83.019,2 226,9 0,3
Früheres Bundesgebiet
(ohne Berlin-West)
66.608,1 66.823,4 215,3 0,3
Neue Länder
(ohne Berlin-Ost)
12.570,8 12.551,0 -19,8 -0,2
(Quelle: Statistisches Bundesamt vom 27.06.2019)
30.07.2019