Förderprogramm „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ gestartet (I.); Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz eingerichtet (II.)
I.
Das Bundesumweltministerium hat einen neuen Aufruf zur Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS) veröffentlicht. Seit 01.11.2023 bis 31.01.2024 können insbesondere Kommunen eine Förderung für die Ausarbeitung von Anpassungskonzepten beantragen, die auf die jeweilige Kommune zugeschnitten sind und einen inhaltlichen Schwerpunkt auf naturbasierte Lösungen legen. Das Bundesumweltministerium stellt dafür insgesamt 65 Mio. Euro aus Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz zur Verfügung.
Im Rahmen des neuen Förderaufrufs können Kommunen eine Förderung für die Entwicklung und Umsetzung eines integrierten und nachhaltigen Anpassungsmanagements beantragen. Dieses Management soll möglichst viele Ebenen der lokalen Verwaltung einbeziehen und umweltverträglich und klimafreundlich ausgerichtet sein. Das zu entwickelnde Konzept für das Anpassungsmanagement soll den Fokus auf naturbasierte Lösungen legen. Damit sind vor allem Maßnahmen gemeint, die den Schutz, die Erhaltung, die Wiederherstellung, die nachhaltige Nutzung oder die Bewirtschaftung natürlicher Ökosysteme berücksichtigen. Folglich sollen die Konzepte je nach örtlichem Bedarf Anpassungsmaßnahmen beinhalten, wie zum Beispiel Baumpflanzungen, Fassaden-, Dachbegrünung sowie Retentionsflächen.
Über einen weiteren Förderschwerpunkt können Kommunen eine Förderung für innovative Modellprojekte beantragen. Diese Modellprojekte müssen neue Ansätze der kommunalen Anpassung aufgreifen und andere Kommunen zur Nachahmung anregen, um förderfähig zu sein. Für den gesamten Förderaufruf gilt, dass Konzepte und Projekte die positiven Wechselwirkungen von Klimaanpassung, Natürlichem Klimaschutz und Stärkung der Biodiversität bestmöglich ausnutzen müssen.
Anmerkung:
Die Auswirkungen des Klimawandels stellen Städte und Gemeinden vor immer größere Herausforderungen. Dies haben die Extremwetterereignisse der vergangenen Wochen und Monate erneut gezeigt. Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche, aber auch anhaltende Hitze- und Dürreperioden sind in unseren Kommunen schon heute deutlich spürbar. Die Extremwettereignisse werden absehbar weiter zunehmen.
Um die Kommunen langfristig resilient und lebenswert zu gestalten, bedarf es in den kommenden Jahren umfassender Anpassungsprozesse. Die zu ergreifenden Maßnahmen sind immens, weshalb es zur Bewältigung starke und handlungsfähige Städte und Gemeinden braucht. Das Förderprogramm, mit welchem sich Kommunen mit lokalen Risikoanalysen und Anpassungsplänen auf die Klimaveränderungen vorbereiten und die Bevölkerung besser schützen können, ist daher aus kommunaler Sicht zu begrüßen.
Weitere Informationen zu der Förderrichtlinie: www.z-u-g.org/das
II.
Um die ökologische Krise gezielt anzugehen, hat die Bundesregierung im Frühjahr das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz auf den Weg gebracht. Damit soll der Zustand der Ökosysteme in Deutschland deutlich verbessert und deren Klimaschutzleistung wie auch deren Widerstandsfähigkeit gestärkt werden.
In der Folge wurde am 05.10.2023 das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz offiziell eröffnet. Dieses soll die Umsetzung von Fördermaßnahmen aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz koordinieren und als zentrale Anlaufstelle über Fördermöglichkeiten dienen.
Als zentrale Anlaufstelle informiert das Kompetenzzentrum alle Interessierten über Fördermöglichkeiten im Rahmen des Aktionsprogramms. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, bundesweit Projekte für den Natürlichen Klimaschutz anzuschieben und zu unterstützen und hierfür auch regional sowie lokal tätige Akteure miteinander zu vernetzen. Das Kompetenzzentrum wird von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) aufgebaut.
Weitere Informationen finden sich unter: www.z-u-g.org/knk