Förderung der Energieeffizienz bei Trink- und Abwasseranlagen

kläranlage klärschlamm

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt hat am 21.02.2019 folgendes mitgeteilt:

Sachsen-Anhalt ist auf dem Weg, das im Koalitionsvertrag vereinbarte Klimaschutzziel für 2020 zu erreichen. Bis dahin sollen die Treibhausgasemissionen auf 31,3 Mio. t sinken. Die derzeitige Emissionslücke beträgt noch ca. 1,8 Mio. t CO2-Äquivalente. Sachsen-Anhalt hat sich deshalb das Ziel gesetzt, diese bis 2020 noch einzusparen. Eine Möglichkeit sieht das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) laut seiner Presseerklärung Nr. 27/2019 vom 21.02.2019 darin, weniger Energie zu verbrauchen, also Investitionen in moderne Technik zu tätigen, die weniger energieintensiv ist. Solche Investitionen würden sich beispielsweise im kommunalen Bereich in die Anlagen der Abwasserbeseitigung und Trinkwasserversorgung lohnen. Diese Anlagen seien zum Teil richtige Energiefresser. Deshalb hat das MULE die Richtlinie zur Förderung wasserwirtschaftlicher Vorhaben mit Erlass vom 18.01.2019 (MBL.LSA Nr. 6/2019 S. 117) um den Tatbestand „Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von öffentlichen Abwasseranlagen und Anlagen in der öffentlichen Wasserversorgung“ erweitert.

Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert erläuterte das Förderziel: „Wir können bei unseren Abwasseranlagen viel Energie sparen. Im kommunalen Bereich ist die Abwasserbeseitigung der größte und die Trinkwasserversorgung ein wesentlicher Einzelverbraucher von Energie. Durch neue maschinentechnische Ausrüstung oder durch verfahrenstechnische Umstellungen kann die Energieeffizienz dieser Anlagen gesteigert werden. In vielen Fällen kann mit dem Bau von Faulbehältern die im Klärschlamm enthaltene Energie genutzt und der externe Energiebedarf gesenkt werden. Dadurch wird Energie eingespart, der CO2-Ausstoß verringert und Kosten eingespart. Das schont am Ende auch den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger.“

Die Finanzierung der Förderung wird aus dem EFRE-Fonds erfolgen. Für die Förderperiode 2014 - 2020 stehen 16 Mio. Euro bereit. Zuwendungsempfänger sind Gemeinden und kommunale Zweckverbände sowie Anstalten des öffentlichen Rechts. Bewilligungsbehörde ist das Landesverwaltungsamt. Anträge können ab sofort gestellt werden. Bei der Projektauswahl werden die Vorhaben mit der höchsten Priorität versehen, die mit den geringsten Kosten die höchste CO2-Einsparung erzielen.

Weitere Informationen zur Förderung: https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/landwirtschaft-umwelt/abwasser/foerdermittel-wasserwirtschaft/.