Neuer DIN-Standard unterstützt nachhaltigen Windkraft-Rückbau

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Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat einen neuen DIN-Standard zur Unterstützung eines nachhaltigen Rückbaus von Windenergieanlagen herausgegeben. Experten gehen davon aus, dass rund 15.000 Windkraftanlagen in den nächsten zehn Jahren abgebaut werden. Der neue DIN-Standard enthält Hinweise für Auftraggeber, die beim Rückbau zu beachten sind wie bspw. erforderliche behördliche Genehmigungen der jeweiligen Länder.

Rund 15.000 Windkraft-Bestandsanlagen werden innerhalb der nächsten zehn Jahre repowert bzw. stillgelegt, da der Betrieb dieser Anlagen ohne EEG-Förderung, welche 20 Jahre lang garantierte Abnahmepreise bescherte, zukünftig nicht länger mehr rentabel sein wird. Eine Studie des Umweltbundesamts kam jüngst zu dem Ergebnis, dass allein 2021 mit mehr als vier Millionen Tonnen Windenergieanlagen-Schrott zu rechnen ist. Das DIN hat jetzt einen neuen DIN-Standard zur Unterstützung eines nachhaltigen Rückbaus herausgegeben. Das 26-seitige Dokument gibt Empfehlungen und Anforderungen für Demontage, Entsorgung und Recycling vor.

Ausgearbeitet wurde der Standardkatalog mit dem Titel „Nachhaltiger Rückbau, Demontage, Recycling und Verwertung von Windenergieanlagen“ von 25 Experten aus der Windenergie- und Recyclingbranche, Wissenschaftlern sowie Mitarbeitern des Umweltbundesamtes.

Das Dokument soll eine Hilfestellung bei der Demontage der Altanlagen geben. Neben der Baustellensicherung, der Qualifikation der Arbeiter sowie der Arbeitsabläufe soll sichergestellt werden, dass keine schädlichen Stoffe in die Umwelt gelangen. Auch werden Möglichkeiten der Verwertung beschrieben. Des Weiteren werden Auftraggeber darüber aufgeklärt, wie der Rückbau zu dokumentieren ist und welche behördlichen Genehmigungen für den Rückbau im jeweiligen Bundesland zwingend erforderlich sind.

Das kostenlose Dokument ist zu finden unter www.din.de (DIN & seine Partner/Presse/Mitteilungen).