250 Mio. Euro zusätzliche Bundesmittel zur Stärkung der Innenstädte und Ortskerne

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Durch ein neues Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sollen die Innenstädte und Ortskerne angesichts der Folgen der Corona-Pandemie finanziell zusätzlich unterstützt werden.

In vielen ländlichen Orten fehlen schon lange Geschäfte und Ärzte. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der im Jahr 2020 auf 72 Mrd. Euro Umsatz gestiegene, unumkehrbare Onlinehandel stellen unsere Innenstädte vor große Herausforderungen. Bis zu 120.000 Geschäften mit über 400.000 Arbeitsplätzen und vielen Gastronomie- und Kulturbetrieben droht trotz finanziellen Hilfen das Aus.

Die Bundesregierung will die Innenstädte und Ortskerne – auch angesichts der Folgen der Corona-Krise – zusätzlich finanziell stärker unterstützen. Das ursprünglich mit einem Umfang von 25 Mio. Euro geplante Förderprogramm soll auf 250 Mio. Euro aufgestockt werden. Mit dem Geld sollen Modellprojekte finanziert werden, um Leerstand in Innenstädten entgegenzuwirken. Die Bundesregierung hat den Haushaltsausschuss des Bundestages um Zustimmung zu dem Vorhaben gebeten, welche zu erwarten ist. Das Programm läuft über das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Hierzu verweisen wir auf unser E-Mail-Rundschreiben vom 16.08.2021.

Anmerkung:

Innenstädte sind mehr als Handel. Sie sind Kulturgut und das Gesicht einer Gemeinde. Die Stärkung der Innenstädte und Ortskerne ist eine historische Herausforderung. Es ist erforderlich, die zurzeit oft monostrukturierten Innenstädte durch mehr Nutzungsvielfalt zu Wohlfühlorten zu machen. Dies ist unter anderem durch attraktive öffentliche Plätze, eine gute Gastronomie, Kultur, Wochenmärkte, Bildung, aber auch eine gute ÖPNV-, Rad- und Fußgängerinfrastruktur sowie durch eine verstärkte Wohnnutzung möglich.

Städte und Gemeinden sind aber nicht alleine in der Lage, die Innenstadtkrise zu stoppen. Das Förderprogramm des BMI mit einem Volumen von nun 250 Mio. Euro ist insoweit ein wichtiger, positiver Schritt.