Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft;
Ergebnisse für 2022

Digitalisierung

Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse des Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft 2022 veröffentlicht. In der COVID-Pandemie konnten zwar Fortschritte bei der Digitalisierung erzielt werden. Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Förderung digitaler Kompetenzen, dem digitalen Wandel von KMU und beim Ausbau von 5G-Netzen. Für Deutschland erkennt die Kommission große Fortschritte beim Festnetzausbau; mit 75 % liege sie nun über dem EU-Durchschnitt.

Im Bereich Glasfaserabdeckung schneide Deutschland jedoch nach wie vor unterdurchschnittlich ab. Mit 15,4 % zählt das Land zu den schwächsten Mitgliedstaaten in der EU in diesem Bereich. Auch die digitale Kluft zwischen ländlichen und städtischen Gebieten bestehe weiter. Die Glasfaserabdeckung im ländlichen Raum liegt laut Kommission bei 11,3 %, die ländliche VHCN-Abdeckung bei 22,5 %.

Bei der 5G-Netzabdeckung rangiere das Land mit 87 % der besiedelten Gebiete an vierter Stelle unter den EU-Mitgliedstaaten. Bei den digitalen öffentlichen Diensten seien die Ergebnisse eher gemischt. Hinsichtlich des Indikators „Offene Daten“ schneide Deutschland zwar gut ab, die Interaktion zwischen staatlichen Stellen und Öffentlichkeit könne aber verbessert werden.