Gewerbesteuereinnahmen stiegen 2025 um 7,1 %

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Das Statistische Landesamt informiert per Pressemitteilung über die Gewerbesteuereinnahmen der Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt im Jahr 2025. Zuletzt wurde mit einem Beitrag vom 25.09.2025 über die Gewerbesteuereinnahmen im 1. Halbjahr 2025 berichtet. Das Statistische Landesamt hatte den Städten und Gemeinden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der hierfür maßgeblichen Pressemeldung für einen „Spitzenwert“ bei den Gewerbesteuereinnahmen attestiert. Die positive Entwicklung setzte sich im 2. Halbjahr 2025 fort.

Im gesamten Jahr 2025 haben die Städte und Gemeinden des Landes Sachsen-Anhalt 2025 insgesamt 1.296 Mio. Euro an Gewerbesteuer eingenommen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 86 Mio. Euro mehr als 2024 mit 1.210 Mio. Euro. Der Anstieg betrug somit 7,1 %. 2024 allerdings hatten sich die Steuereinnahmen im Vorjahresvergleich stark rückläufig entwickelt, so dass die Städte und Gemeinden 2024 9,9 % weniger Gewerbesteuereinnahmen als 2023 verbuchten. Insofern kann die über das gesamte Jahr 2025 zu beobachtende Steigerung bestenfalls als Indiz für eine leichte Erholung der Gewerbesteuereinnahmen gewertet werden. Das Einnahmeniveau von 2023 belief sich lt. Jahresrechnungsstatistik auf ca. 1.342 Mio. Euro; so dass 2025 dieses Niveau längst noch nicht wieder erreicht ist.

Zudem war die Entwicklung nicht homogen. Laut Statistischem Landesamt stiegen in 55,5 % der Städte und Gemeinden die Einzahlungen an Gewerbesteuer gegenüber 2024 um insgesamt 176,4 Mio. Euro. In den übrigen 44,5 % der Städte und Gemeinden wurden die Vorjahreswerte nicht erreicht. Hier betrugen die Mindereinnahmen 90,8 Mio. Euro.

Mit 170,1 Mio. Euro erzielte die Landeshauptstadt Magdeburg die höchsten Gewerbesteuereinnahmen, gefolgt von der kreisfreien Stadt Halle (Saale) mit 104,2 Mio. Euro und der Stadt Leuna mit 75,8 Mio. Euro. Unter den kreisfreien Städten konnte nur die Stadt Halle (Saale) mit 95,1 % nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen. Die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau meldete 69,7 Mio. Euro. Der deutliche Anstieg um 84,7 % (+32,0 Mio. Euro) resultierte aus hohen Gewerbesteuernachzahlungen für Vorjahre. Die Pro-Kopf-Einzahlungen in den kreisfreien Städten insgesamt stiegen um 19,0 % auf 631,50 Euro zu 2024.

Im Landkreis Börde sank die Summe der Gewerbesteuereinzahlungen der kreisangehörigen Gemeinden um 8,0 % (-8,5 Mio. Euro). Die Gemeinden der Landkreise Jerichower Land, Saalekreis und Salzlandkreis erreichten fast das Vorjahresniveau. In den 7 weiteren Landkreisen wurde in Summe ein Anstieg verzeichnet. Die Gemeinden im Landkreis Stendal lagen mit einem Zuwachs von 16,5 % (7,2 Mio. Euro) zum Vorjahr an der Spitze, gefolgt vom Burgenlandkreis mit 12,0 % (11,8 Mio. Euro).

Von den kreisangehörigen Gemeinden verzeichnete Karsdorf im Burgenlandkreis die absolut höchste Steigerung. Die Einzahlungen an Gewerbesteuer stiegen von 0,2 Mio. Euro in 2024 auf 11,0 Mio. Euro im Jahr 2025. Die Mehreinzahlungen resultieren aus Nachberechnungen für Vorjahre und Neuveranlagungen. Ebenfalls durch Nachzahlungen konnte die Gemeinde Wallstawe im Altmarkkreis Salzwedel einen deutlichen Zuwachs von 2,7 Mio. Euro auf 3,3 Mio. Euro verzeichnen. Unter den Gemeinden mit rückläufigen Gewerbesteuereinzahlungen meldeten Rogätz (Landkreis Börde) und Hassel (Landkreis Stendal) Rückgänge um 95,9 % (-1,5 Mio. Euro) bzw. 95,6 % (-0,2 Mio. Euro). Die Gewerbesteuereinzahlungen je Einwohnerin bzw. Einwohner im kreisangehörigen Raum betrugen 601,98 Euro und lagen damit 29,52 Euro unter dem Wert der kreisfreien Städte.

Weitere Informationen zum Thema Öffentliche Finanzen finden Sie im Internetangebotdes Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt unter statistik.sachsen-anhalt.de/themen/oeffentliche-finanzen-steuern-und-personal-im-oeffentlichen-dienst/oeffentliche-finanzen/ und dem in Kürze erscheinenden Statistischen Bericht „Gemeindefinanzen, Einzahlungen und Auszahlungen; Kassenstatistik 01.01.2025–31.12.2025“. Basisdaten zu Öffentlichen Finanzen können über die Tabellen zur Kassenstatistik (71517)in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

17.04.2026