Hohe Akzeptanz der Windenergie an Land
Eine repräsentative Forsa-Umfrage der Fachagentur Windenergie an Land hat sich mit der Akzeptanz der Windenergie, Fragen regionaler Wertschöpfung sowie Verbesserungsmaßnahmen für mehr Rückhalt in der Bevölkerung befasst. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich die Akzeptanz der Windenergie auf hohem Niveau befindet. Die Umfrage bestärkt, eine bessere finanzielle Beteiligung an den erneuerbaren Energien für die Kommunen zu fordern. Insbesondere wird der Bund aufgefordert, die finanzielle Beteiligung der Gemeinden an der Windkraft an Land auch auf nicht geförderte Anlagen sowie auf Bestandsanlagen auszuweiten.
Im Rahmen der Umfrage wurde ermittelt wie das Meinungsbild hinsichtlich bestehender sowie geplanter Anlagen im unmittelbaren Wohnumfeld von Menschen ausgestaltet ist. Es zeigt sich, dass 78 Prozent der Befragten mit den vorhandenen Windenergieanlagen in ihrer Wohnumgebung einverstanden sind. Auch hinsichtlich geplanter Anlagen hätten drei Viertel der Menschen gar keine oder wenige Bedenken. Vor diesem Hintergrund erscheint interessant, dass sich 61 Prozent der Befragten, von der zukünftigen Bundesregierung mehr Einsatz für den Ausbau der Windenergie wünschen.
Als besonders wichtig für die Vorhabengestaltung wird es aus Sicht der Befragten eingeschätzt, dass frühzeitig und angemessen über geplante Projekte informiert wird (91 Prozent) und dass Kommunen die Möglichkeit haben, den Projektprozess aktiv mitzugestalten (83 Prozent). Einen ähnlich hohen Stellenwert kommt dem Aspekt zu, dass umliegende Kommunen finanziell spürbar von umgesetzten Windenergievorhaben profitieren (79 Prozent). In diesem Zusammenhang zeigen die Befragungsergebnisse zugleich, dass viele der genannten Aspekte in der konkreten Gestaltung von Windenergieprojekten vor Ort nur teilweise bis kaum umgesetzt wurden. Demensprechend wird deutlich, dass die Wünsche der vor Ort lebenden Bürgerschaft bei der Umsetzung von Windenergieprojekten stärker berücksichtigt werden sollten.
Anmerkung:
Die vorliegende Umfrage zeigt, dass die Windenergie an Land auf eine hohe Akzeptanz stößt. Zugleich wird deutlich, dass die Anerkennung vor Ort weiter verbessert werden könnte, wenn die Belange von Kommunen und Bürgerschaft noch aktiver aufgegriffen werden.
Städte und Gemeinden sind maßgebliche Akteure beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Auch im Sinne der Akzeptanzsteigerung ist es daher erforderlich, dass Kommunen künftig verpflichtend an der Wertschöpfung der Windenergie- und Photovoltaik-Freiflächenanlage beteiligt werden. Es ist daher notwendig, dass die finanzielle Beteiligung der Kommunen an der Windkraft an Land auch für nicht geförderte Anlagen sowie für Bestandsanlagen erfolgt.
Im Erneuerbaren-Energien-Gesetz ist bislang eine freiwillige finanzielle Beteiligung an geförderten Anlagen in der Form geregelt, dass Städte und Gemeinden mit Vorhabenträgern Verträge über die finanzielle Beteiligung an der Windenergie an Land schließen können. Einen entsprechenden Mustervertrag hat die Fachagentur Windenergie an Land unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erarbeitet (s. E-Mail-Rundschreiben vom 25.08.2021).