KWW-Kommunenbefragung zur Wärmeplanung

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Wie weit sind die Kommunen mit der Wärmeplanung? Welche Herausforderungen bestehen und was sind die wichtigsten Erkenntnisse in Gemeinden mit fortgeschrittener Wärmeplanung? Eine aktuelle Befragung des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW) mit 967 teilnehmenden Kommunen zeigt: Die Wärmewende ist in den Rathäusern angekommen, aber sie bleibt anspruchsvoll.

Die Wärmewende ist Pflicht und Chance zugleich. Dabei gilt: Frühzeitige Kooperationen, klare Organisation und realistische Zeitplanung sind die wichtigsten Stellschrauben. So wird nicht nur die Erfüllung der gesetzlichen Pflicht zur Erstellung der Wärmeplanung gesichert, sondern auch die Zukunftsfähigkeit der Kommune gestärkt. Das zeigt die neueste Umfrage des KWW. Während sich 48 Prozent der befragten Kommunen mitten in der Durchführung einer Wärmeplanung befinden – ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr – hat sich die Anzahl der Kommunen in der Vorbereitungsphase halbiert. Im Durchschnitt dauert die Erstellung des Wärmeplans 18 Monate, bei großen Städten etwas länger, bei kleinen Gemeinden weniger. Dabei liegen die Kosten im Durchschnitt bei 3,79 Euro pro Einwohner. Zu den größten Herausforderungen zählen weiterhin personelle und finanzielle Ressourcen. Rechtliche Unsicherheiten (z. B. Verzahnung Gebäudeenergie- und Wärmeplanungsgesetz, fehlende Landesgesetze) bremsen laut Umfrageergebnissen den Prozess. Zudem gelten die Datenbeschaffung für die Bestandsanalyse sowie die Einbindung von Öffentlichkeit und Fachakteuren als herausfordernd.

44 Prozent der Kommunen halten ihre Zielszenarien für realistisch, aber jede dritte Kommune ist skeptisch. Das KWW weist hier darauf hin, dass die tatsächliche Umsetzbarkeit der Wärmepläne sich erst in der Praxis zeigen wird. Fast jede fünfte Kommune mit abgeschlossenem Wärmeplan schätzt ihr eigenes Wissen zur Wärmeplanung als gering ein. Das zeigt, dass die Wärmeplanung oft arbeitsteilig mit externen Dienstleistern umgesetzt wird. In diesem Zusammenhang weisen wir auf den Praxisleitfaden »Starthilfe Kommunale Wärmeplanung« in unserem Internetangebot (Mitgliederinformationen/Arbeitshilfen) hin, der insbesondere auf die Auftraggeberfähigkeit abzielt und Kommunen bei der Auswahl und Steuerung externer Dienstleister helfen soll.

Als Erfolgsfaktoren aus der Praxis geben die befragten Kommunen außerdem klare Empfehlungen:

  • Frühzeitig Akteure vernetzen (Energieversorger, Verwaltung, Öffentlichkeit),
  • Kompetente Dienstleister sorgfältig auswählen,
  • Datenerhebung und Öffentlichkeitsarbeit früh starten,
  • Klare Zuständigkeiten in der Verwaltung festlegen,
  • Genügend Zeit einplanen.

Weitere Informationen:

KWW-Kommunenbefragung 2025: www.kww-halle.de/news/artikel/

Praxisleitfaden „Starthilfe Kommunale Wärmeplanung“: www.dstgb.de/publikationen/pressemitteilungen/

29.12.2025