Nationales Konzept für besonders große oder schwierige Vegetationsbrände

Waldbrandgefahr

Die deutschen Wälder sind durch die Folgen des Klimawandels immer anfälliger für Waldbrände geworden. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) haben daher ein „Nationales Konzept für besonders große oder schwierige Vegetationsbrände“ (Stand: Oktober 2020) erstellt, das Verbesserungspotenziale für vorhandene Strukturen aufzeigt.

Das nationale Konzept nennt Verbesserungspotenzial in folgenden Bereichen:

  • Prävention (Sensibilisierung von Bevölkerung und Waldbesitzern, Ausbau der Rettungspunkte Forst, Einrichtung und Ausbau von Früherkennungssystemen, Kartenmaterial und Geo-Informationssysteme, Informationsaustausch, Vorbeugender Waldbrandschutz, waldbauliche Maßnahmen, Überprüfung von Munitionsverdachtsflächen, Harmonisierung des Kampfmittelbeseitigungsrechts, Abstimmung der Maßnahmen)
  • Organisation/Taktik (stärkere Verantwortungsübernahme bei Bund und Ländern, Unterstützung kommunaler Behörden bei Einsatzplanung, klare Anforderungs- und Kostenübernahmeregelungen, zentrale Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, bundesweit einheitliche Ausbildung in Vegetationsbrandbekämpfung, Führungslehrgänge für Langzeitlagen, regelmäßige gemeinsame Übungen)
  • Technik/Ausstattung (Beschaffung geeigneter Schutzkleidung, Entwicklung eines einfachen Atemschutzes, [Ersatz-]Beschaffung geeigneter Fahrzeuge, Sicherstellung ausreichender Anzahl von Hubschraubern mit Außenlastbehältern, Entwicklung und Beschaffung von Spezialfahrzeugen durch den Bund, Optimierung der Löschwasserförderungstechnik, Etablierung überörtlich einsetzbarer Einheiten, Stationierung von Task-Forces bei Feuerwehren, Optimierung der Einsatztechnik bei kampfmittelbelasteten Flächen).

Anlage Nationales Konzept für besonders große oder schwierige Vegetationsbrände

02.02.2021