Sachsen-Anhalt beim 25. Unternehmer-Preis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes erfolgreich – Sieger aus Bitterfeld-Wolfen, Jessen und Seeland
Am 25.11.2021 wurde in Potsdam zum 25. Mal der Unternehmer-Preis des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) vergeben. Die Preisträger stehen für Ideenreichtum, Kreativität, Engagement und mutiges Unternehmertum und prägen die Städte und Landkreise. Sie machen ihre Heimat lebenswerter. Sie wagen etwas für die Gemeinschaft.
„Die Preisträger überzeugen als engagierte Menschen, die etwas wagen und bewegen. Sie sind überzeugende Botschafter Ostdeutschlands und tragen dazu bei, ihre Heimat voranzubringen“, würdigte der Geschäftsführende OSV-Präsident, Dr. Michael Ermrich.
Unternehmen des Jahres - Gutes bewahren
Wegwerfen, was nicht gebraucht wird, kommt für das Unternehmen des Jahres, die SOEX Processing Germany GmbH aus Bitterfeld-Wolfen, nicht in Frage. Sie schenkt Textilien ein zweites Leben und trägt so zum Erhalt von Ressourcen bei. Der Spezialist für Textilsortierung und Recycling versorgt Läden mit Second-Hand-Kleidung. Auch Autozulieferer zählen zu den Kunden des Unternehmens.
Den Preis überreichten Dr. Michael Ermrich und Thomas Möbius, Verhinderungsvertreter des Vorstandes der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, an den Produktionsleiter André Schulze.
Die Auszeichnung „Unternehmen des Jahres“ würdigt Betriebe, die sich mit einem modernen Marketing und einem kreativen Potenzial am Markt behaupten und durch stabiles Wachstum dauerhaft Arbeitsplätze schaffen.
Verein des Jahres – gezielt unterstützen
Jung und Alt gestalten gemeinsam, dieses Ziel verfolgt der Verein des Jahres Sachsen-Anhalt „Wir“ e. V. - Landfrauen helfen sich selbst. Der Verein betreibt in Jessen (Landkreis Wittenberg) ein Mehrgenerationenhaus. Daneben bietet er umfangreiche soziale Dienste wie die Beratung junger Familien, Hilfe bei Haushaltssauflösungen oder Umzüge für Bedürftige.
In einer eigenen Schneiderei werden Kleider für Bedürftige geschneidert, ein Suppenstübchen bietet Mittagsangebote. Hinzu kommt eine Spielzeug- und Tauschbörse, Hausaufgabenhilfe, Seniorentreffs und sogar ein regionales Reisebüro. Sogar ein kleines Museum unterhält der Verein.
Die Vereinsvorsitzende Margit Mehr nahm den Preis von Dr. Michael Ermrich, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Wittenberg, Thomas Arndt, sowie dem Landrat des Landkreises Wittenberg, Christian Tylsch, entgegen.
Die Kategorie „Verein des Jahres“ richtet sich an Vereine, deren Mitglieder besondere Leistungen mit hoher gesellschaftlicher und regionaler Bedeutung vorweisen können. Bewerben konnten sich auch in diesem Jahr Vereine aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport und Wirtschaft.
Kommune des Jahres – Sport statt Bergbau
Die Stadt Seeland (Salzlandkeis) entstand erst 2009 aus sechs Gemeinden. Die Region war bis zur Wende eine der größten Bergbauregionen der DDR. Den Strukturwandel hat die 7.900 Einwohner Gemeinde zwischenzeitlich gut bewältigt. Ein Aluminiumwerk bietet Arbeitsplätze. Das Institut für Pflanzgenetik und Kulturpflanzen-Forschung zieht Biotechnologen aus der ganzen Welt an. Seeland gelang darüber hinaus viele Gewerbeansiedlungen.
2009 ereignete sich in einem ehemaligen Tagebaugebiet ein Erdrutsch, drei Menschen starben. Die Gemeinde verzichtete darauf, ein Naherholungsgebiet anzulegen. Mittlerweile kann sie aber sichere Wassersportmöglichkeiten anbieten.
Den Preis überreichten Dr. Michael Ermrich und Helmut Ibsch, Vorstandsmitglied der Salzlandsparkasse, an die Bürgermeisterin Heidrun Meyer.
Teilnehmen am Wettbewerb „Kommune des Jahres“ konnten Kommunen, die durch ihre kommunale Wirtschaftsförderung ihre Standortattraktivität gesteigert und die Ansiedlung von Unternehmen gefördert haben.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.osv-online.de
Fotos der Veranstaltung finden Sie unter:
www.photothek.de/upload/OSV_25_11_21
Die Siegerportraits finden Sie unter:
http://youtube.com/OSVvideo