Studie zur Verkehrssicherheit an ÖPNV-Haltestellen
Eine Studie der TU Dresden im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer hat die Verkehrssicherheit an Haltestellen des ÖPNV untersucht und gibt Handlungsempfehlungen für deren Ausgestaltung.
An Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) überlagern sich zahlreiche Anforderungen des ÖPNV sowie des motorisierten und nicht-motorisierten Individualverkehrs. Dabei kommt es immer wieder zu Konflikten und Unfällen. Die von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) initiierte Studie zur Verkehrssicherheit an Haltestellen des ÖPNV, die in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden durchgeführt wurde, untersucht die Verkehrssicherheit innerörtlicher Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Dazu wurden einerseits Sicherheitsgrade verschiedener Typen von Haltestellen ermittelt und andererseits Verkehrsbeobachtungen an besonders sicherheitskritischen Haltestellentypen durchgeführt. Als Grundlage hierfür dienten etwa 950 Haltestellen in sechs deutschen Großstädten sowie deren Unfallgeschehen im Zeitraum 2011 - 2015.
Die Studie zeigt vor allem, dass die Unfallkostenraten an Straßenbahnhaltestellen höher als bei Bushaltestellen sind. Überschreiten-Unfälle sind dabei überproportional häufig vertreten. Die durchgeführten statistischen Analysen weisen nach, dass das Unfallrisiko und die Unfallfolgen mit zunehmendem Fahrgastaufkommen steigen. Generell beeinflusst das Fußverkehrsaufkommen im Haltestellenbereich das Unfallniveau signifikant. Abschließend gibt die Studie wesentliche Empfehlungen für eine möglichst verkehrssichere Ausgestaltung von ÖPNV-Haltestellen und der umliegenden Straßeninfrastruktur.
Weitere Informationen
Die Studie kann unter https://udv.de/haltestellen-des-oepnv heruntergeladen werden.