Weltwirtschaftsforum legt Risikobericht vor

Klimawandel

Das Weltwirtschaftsforum hat am 15. Januar 2019 einen 114 Seiten starken Bericht zu den Globalen Risiken im Jahr 2019 vorgelegt. In dem jährlichen Bericht zeigt das WEF regelmäßig auf, welche globalen Risiken von Bedeutung für den Wohlstand der Weltgemeinschaft werden können. Erstmals werden im diesjährigen Bericht Umweltprobleme wie der Klimawandel als größte Risiken eingestuft. Insbesondere Wetterextreme und das Versagen bei Klimaschutz und -Anpassung bedrohe die Weltgemeinschaft. Bei der Umwelt sei es am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe schlafwandelt, so der Bericht.

Neben den Umweltproblemen werde der globale Wohlstand durch den erstarkenden Nationalismus, geopolitische Krisen und Spannungen und Datenbetrug und -raub bedroht. Aus diesem Grund ruft das WEF mit Nachdruck zu internationaler Zusammenarbeit auf. Als Denkanstöße formuliert der Bericht zehn Zukunftsszenarien, unter anderem Wetterkriege (Klimamanipulation zur Schwächung des Gegners) und ein Ende der Wasserversorgung in Großstädten. Diese sogenannten „Zukunftsschocks“ sollen als Denkanstoß verstanden werden. Dass sie jedoch nicht allzu hypothetisch sind, zeigte sich im vergangenen Sommer, als Berlin aufgrund des extrem heißen Sommers nur knapp einer Wasserknappheit entgangen ist.

Gerade im Bereich der internationalen Zusammenarbeit können auch deutsche Kommunen einen signifikanten Beitrag zum globalen Zusammenhalt leisten. Über ihr Engagement in der kommunalen Entwicklungs- und Klimapolitik können Kommunen schon heute dabei voran gehen, globalen Krisen und Herausforderungen konstruktiv und effektiv zu begegnen.

Der Bericht ist in englischer Sprache auf den Seiten des WEF abrufbar:
www.weforum.org/reports/the-global-risks-report-2019.

Welche Möglichkeiten sich für Kommunen bieten, sich für den Klimaschutz einzusetzen und Risiken zu begegnen, wird unter anderem bei der 12. Klimaschutzkonferenz des Deutschen Städte- und Gemeindebundes am 05.11.2019 in Berlin aufgezeigt.

12.02.2019