Wettbewerb zum Marie Simon Preis 2019 für innovative Pflegeprojekte gestartet
Wie kann die Versorgungssicherheit von Pflegebedürftigen im Versorgungsprozess gewährleistet werden? Wie können Helfende bei der Versorgung von pflegebedürftigen Angehörigen unterstützt werden? Welche Informations- und Kommunikationstechnologien können die Gestaltung in der Pflege unterstützen? Zu all diesen Fragen gibt es bereits viele innovative Antworten und individuelle Lösungen. Die unterschiedlichen Ansätze unterstreichen auch die Notwendigkeit, gute Ansätze in der Pflege zu identifizieren und öffentlich zu machen. Mit dem Marie Simon Pflegepreis für Innovationen in der Pflege werden auf der Berliner Pflegekonferenz von der spectrumK GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) besonders innovative Pflegeprojekte ausgezeichnet. Bewerbungen für den Marie-Simon-Preis können ab sofort bis zum 14. Juni 2019 eingereicht werden. Der DStGB ruft die Städte und Gemeinden auf, sich am Wettbewerb zu beteiligen.
Mit dem Marie Simon Pflegepreis werden bundesweit die besten und innovativsten Pflegeprojekte 2019 gesucht.
Unsere Gesellschaft altert, die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt zu. Gleichzeitig sinkt die Zahl derjenigen, die die Betreuung übernehmen könnten. Auf der einen Seite zeichnet sich ein zunehmender Mangel an Pflegefachkräften ab. Auf der anderen Seite sind die Angehörigen immer häufiger gleichzeitig berufstätig oder leben räumlich entfernt. Bundesweit erleben wir gegenläufige Entwicklungstendenzen: Während einige Regionen durch Wegzug und Abnahme der Infrastruktur gekennzeichnet sind, stehen andere Regionen durch Zuzug und Verdichtung vor Herausforderungen. Gleichzeitig werden unsere Lebensentwürfe individueller, was sich auch an die Erwartungen an das Leben im Alter auswirkt.
Unsere älteren Menschen und Pflegebedürftigen nicht nur gesundheitlich qualitativ hochwertig zu versorgen, sondern auch am gesellschaftlichen Geschehen teilhaben zu lassen, ist eine zentrale Aufgabe. Nicht zuletzt müssen auch diejenigen entlastet werden, die die Pflege übernehmen – seien es professionelle Pflegekräfte oder pflegende Angehörige.
In den vergangenen Jahren sind bereits unterschiedlichste, innovative Ansätze entstanden, die häufig auf regionaler beziehungsweise lokaler Ebene spezifische Fragestellungen adressieren. Prämierungswürdig sind Projekte, die mit neuen Ideen und zielgerichtetem Vorgehen die Versorgung und damit die Lebensqualität von Pflegebedürftigen und deren Angehörigen nachhaltig verbessern. Auch bereits erprobte Konzepte in der Pflege können sich am Wettbewerb beteiligen.
Der Bevollmächtigte der Bundesregierung für die Pflege und Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Andreas Westerfellhaus, hat auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den Marie Simon Pflegepreis 2019 übernommen.
Wer schreibt den Preis aus?
spectrumK GmbH in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Die Koordination der Ausschreibung des Preises erfolgt über die spectrumK GmbH.
Wer kann sich bewerben?
Alle Städte und Gemeinden, Verbände, Institutionen, Initiativen, Unternehmen, Einzelpersonen und Fachleute aus dem Pflege- beziehungsweise Gesundheitssektor sowie aus dem Feld E-Health.
Welche inhaltlichen Kriterien werden bewertet?
Die eingereichten Projekte sollen innovativ, qualitativ herausragend, praxistauglich und nachhaltig sein sowie mit einem angemessenen Verhältnis von Aufwand und Nutzen umgesetzt werden können. Der detaillierte Kriterienkatalog ist unter: www.marie-simon-pflegepreis.de abrufbar.
Wer entscheidet über die Preisvergabe?
Eine fachkundige Jury, der unter anderem namhafte Vertreter aus zentralen Institutionen und Pflege angehören, ermittelt die fünf besten Projekte, die im Vorfeld der Berliner Pflegekonferenz für den Marie Simon Pflegepreis nominiert werden.
Welche Ausschreibungsbedingungen gelten?
Bewerbungen für den Marie-Simon-Preis können noch bis zum 14. Juni 2019 eingereicht werden. Weitere Informationen und Teilnahmebedingungen finden sich unter: www.marie-simon-pflegepreis.de.
Wann, wo und wie erfolgt die Preisverleihung?
Die Nominierten werden im Vorfeld der Berliner Pflegekonferenz über ihre Nominierung informiert. Sie profitieren von einer engen Einbindung in die Öffentlichkeitsarbeit der Berliner Pflegekonferenz und können während der Konferenz exklusive Angebote nutzen, um ihr Netzwerk und ihr Know-how zum Thema Pflege auszubauen.
Die Preisverleihung findet am 7. November 2019 im Rahmen der „6. Berliner Pflegekonferenz“ im WECC, Westhafenstr. 1, 13353 Berlin statt, der Preisträger wird im Rahmen der Preisverleihung bekannt gegeben. Es wird nur ein Preis zuerkannt, der mit insgesamt 2.500 Euro dotiert ist. Der Jury steht es frei, für Projekte mit besonderer Bedeutung einen Sonderpreis zu vergeben.
Informationen zur 6. Berliner Pflegekonferenz am 7. und 8. November 2019 stehen unter: www.berliner-pflegekonferenz.de.