Windenergie an Land verzeichnet relative Abnahme an Energieleistung

windkraft energie windräder

Die Fachagentur Windenergie an Land e. V. hat neueste Zahlen veröffentlicht, die auf einen abgeschwächten Aufschwung der Windenergie an Land hindeuten. Es ist den Angaben der Fachagentur nach „bereits jetzt absehbar, dass im vergangenen Jahr rund 1.400 MW Windenergieleistung neu ans Netz ging“. Dies ist allerdings aller Voraussicht nach der zweitschwächste Wert (nach 2019) der letzten zwei Jahrzehnte. Geographisch gesehen führt das Länderranking am Ausbau erstmals Nordrhein-Westfalen an, mit rund 315 MW neuer Leistung. Immissionsschutzrechtlich wurden in Deutschland 2020 knapp 2.900 MW genehmigt. Hier führt Schleswig-Holstein die Liste an, wo rund 675 MW bewilligt wurden. Die Fachagentur will nunmehr eine detaillierte Analyse der Ausbau- und Genehmigungssituation für das vergangene Jahr durchführen und dann die abschließenden Ergebnisse veröffentlichen.

Die Daten der Fachagentur legen dar, dass der Ausbau des deutschen Windenergiemarktes (an Land) 2020 weiter von vier Herstellern dominiert wurde. Es handelt sich dabei um die Unternehmen „Vestas (DK), Enercon (D), Nordex (D) und GE WindEnergie“ (USA/D). Allein die ersten drei Unternehmen stellen einen Anteil von ca. 83 Prozent am Ausbau 2020. Was die Inbetriebnahme von Anlagen betrifft, so liegen die Bundesländer Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg vorn (in Relation zu ihrer Fläche gesehen). Hinsichtlich der Abnahme des Ausbaus an Windenergie an Land zwischen 2019 und 2020 ist noch zu erwähnen, dass dies kein Einzelfall ist. Der Bruttozubau von Windenergie von 2017 mit 5498 MW fiel 2020 auf den Wert von 1412 MW.

Weitere Informationen:

Fachagentur Windenergie an Land e. V.
Fanny-Zobel-Straße 11, 12435 Berlin, Jürgen Quentin (Tel.: +49 30 64 494 60-66), E-Mail: quentin@fa-wind.de).
Zentrale: +49 30 64 494 60 – 60, www.fachagentur-windenergie.de

18.02.2021