Handreichungen für Kommunen zum Thema „Kommunales Ransomware-Szenario“ und zum Thema „Krisenkommunikation bei Cyberangriffen“

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) veröffentlichte kürzlich den Ergebnisbericht „Cyberresilience-Framework – In IT-Krisen schneller agieren.“ (Stand: November 2024). Der Bericht ist Teil des Workstreams „Cyberresilience-Framework“, der von Dezember 2023 bis November 2024 stattfand. Ziel war es, die Perspektiven verschiedener Akteure im Bereich Cybersicherheit zu bündeln und in praxisnahen Leitfäden aufzubereiten. Der Bericht basiert auf bereits vorhandenen Hilfestellungen sowie Erkenntnissen aus Interviews mit erfahrenen CISOs und IT-Sicherheitsbeauftragten von Kommunen. Er soll den Kommunen als Hilfestellung zur Vorbereitung auf IT-Sicherheitsvorfälle – konkret auf Ransomware-Angriffe – dienen und sie in die Lage versetzen, in IT-Krisensituationen schnell und effektiv zu handeln und somit den Schaden zu minimieren.

Ein Bestandteil des Berichts ist die „Handreichung kommunales Ransomware-Szenario“. Die Handreichung basiert auf einem fiktiven kommunalen Ransomware-Szenario, das als Blaupause dient. Dies soll einen konzeptionellen Rahmen bieten, der Kommunen bei der Organisation und Bewertung des IT-Krisenmanagements unterstützt. In diesem Szenario werden die verschiedenen Schritte exemplarisch für die Behörde durchgespielt. Dabei werden vor allem die behördeninternen Abläufe, die Aufgaben der IT-Administration und der Kommunikation betrachtet.

Ein weiterer Bestandteil des Berichts ist die „Handreichung für Kommunen zur Krisenkommunikation bei Cyberangriffen“. Im Fall eines Cyberangriffes ist es entscheidend nicht nur operativ, sondern auch kommunikativ schnell und angemessen auf die Krise zu reagieren. Durch eine gezielte, transparente und zeitnahe Informationsweitergabe kann verhindert werden, dass Gerüchte und Fehlinformationen verbreitet werden (intern und extern). Hierfür bietet die Handreichung konkrete Beispiele, z. B. Textbausteine für eine zielgruppenspezifische Kommunikation, Check- sowie Adresslisten.

Die Handreichungen selbst sollten für den Ernstfall ausgedruckt und griffbereit abgelegt werden. Sie enthalten zudem nützliche Tipps wie:

  • in Papierform vorhalten und in regelmäßigen Abständen auf Aktualität überprüfen: Adresslisten, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Behörden, Mitarbeitenden, Dienstleistern, Ansprechpartnern aus Nachbarkommunen, Notfallpläne, Checklisten
  • regelmäßige Schulungen der Mitarbeitenden zum Thema „IT-Sicherheit“
  • regelmäßiges Durchführen von Notfallübungen

Weitere Informationen:

In unserem Internetangebot unter www.kommunales-sachsen-anhalt.de (SGSA / Mitgliederservice / Themengebiete / Allgemeine Verwaltung / IT & E-Government) stehen folgende Unterlagen zur Verfügung:

  • die „Handreichung kommunales Ransomware-Szenario“,
  • die „Handreichung für Kommunen zur Krisenkommunikation bei Cyberangriffen“ inklusive Textvorlagen für die interne und externe Kommunikation, Checklisten und weitere Hilfsmittel sowie
  • ein Schaubild „Kommunales Ransomware-Szenario Framework“ als Blaupause für einen möglichen Ablauf

Außerdem sind nähere Informationen abrufbar unter: www.dialog-cybersicherheit.de

08.01.2025