Studie „Die Stadt der Zukunft mit Daten gestalten“

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Der Deutsche Städtetag hat zusammen mit PD-Berater der öffentlichen Hand GmbH Antworten auf die Frage gesucht, wie sich die Stadt der Zukunft mit Daten gestalten lässt. Eine am 01.03.2021 vorgelegte Studie zeigt, wie Städte sich dem Thema Datensouveränität strategisch, organisatorisch und infrastrukturell nähern können. Dabei handelt es sich nicht um einen Prozess mit Endpunkt, sondern eher um einen Zyklus bzw. um eine Spirale. Hintergrund ist, dass sich die Digitalisierung dynamisch weiter entwickeln wird. Mit jeder neuen Technik, mit jedem neuen Anbietenden werden die Städte und Gemeinden die Datensouveränität immer wieder neu definieren müssen. Es ergeben sich neue Datennutzungsoptionen, neue Aspekte eines Selbstverständnisses und andere Anforderungen an die Dateninfrastrukturen. In diesem Kontext beschäftigt sich die Studie insbesondere mit den Themen

  • Kommunale Datennutzung (Mehrwerte, Status quo und Nutzungsmöglichkeiten, Herausforderungen)
  • Strategie und Organisation als Grundlage einer smarten Datennutzung (strategischer Rahmen, Governance-Strukturen)
  • urbane Datenplattformen als zentrale Infrastrukturlösung (Ausgangssituation, Referenzarchitektur und Datenstandard, Unübersichtlicher Markt, Handlungsempfehlungen).

Die Studie kann aus unserem Internetangebot heruntergeladen werden unter

www.kommunales-sachsen-anhalt.de
(SGSA Mitgliederservice/Themengebiete/
Allgemeine Verwaltung/ IT und E-Government
).

Das Präsidium des Deutschen Städtetages hat in seiner Sitzung am 23.02.2021 die Studie zum Anlass für einen Grundsatzbeschluss genommen.

Der Beschluss hat folgenden Wortlaut:

  1. Kommunales Datenmanagement ist eine politische und strategische Steuerungsaufgabe. Das Präsidium empfiehlt deshalb, das Thema kommunales Datenmanagement an der Stadtspitze anzusiedeln. Innerhalb einer Stadt gilt es, ein gemeinsames Leitbild für den Umgang mit Daten zu entwickeln.
  2. Eine offene Datenkultur schafft Transparenz und bietet damit Chancen für die Stadtgesellschaft und die Verwaltung. Das Präsidium begrüßt, dass viele Städte bereits erfolgreiche Open-Data-Strategien etabliert haben, weitere werden diesen Weg gehen. Hierfür müssen neben dem Bund auch die Länder ihre Open-Data-Aktivitäten weiter ausbauen.
  3. Daten teilen und tauschen zu können, ermöglicht Innovation und schafft Mehrwerte. Dies funktioniert nur unter fairen Wettbewerbsbedingungen. Das Präsidium fordert, die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Dies gilt insbesondere im Zusammenspiel zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor.
  4. Dateninfrastruktur ist herausragender Teil digitaler Daseinsvorsorge. Alle Städte müssen in die Lage versetzt werden, nachhaltige Dateninfrastrukturen aufzubauen. Dem politischen Ziel der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse folgend, braucht es hierbei die finanzielle und organisatorische Unterstützung durch Bund und Länder.
11.03.2021